CptHell´s Seitenblicke

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Seitenblicke auf Einheiten – Führungsblicke

Di ,25/08/2009

Es ist zwar schon spät, aber ich muss nun doch nochmal was loswerden.

Gerade ziehe ich mir alte Folgen von „The Unit“ rein. Nein, ich verschlinge sie förmlich. Eigentlich ja viel Quatsch dabei. Geheimeinheitsromantik… Aber der Hintergrund ist interessant. Männer, die für ihr „Unit“ alles tun. Familien, die dahinter stehen. Frauen, die dahinter stehen. Ist das auch Romantik?

Ich habe meine Unit gefunden. OMLT. Aber es war nicht das Gleiche. Wir wurden nach dem Einsatz wieder getrennt. Familien nicht einbezogen. Es war kurzlebig. Es war real. Keine Serienromantik. Eigentlich gar keine Romantik, sondern harte Einsatzrealität. Wer weiß, vielleicht wird das Buch dazu noch fertig. Sicher bin ich mir da nicht mehr. Es gibt schon genug darüber auf dem Markt und vielleicht bin ich kein guter Autor. Auf jeden Fall ein langsamer.

Aber ich schweife ab. Ich wollte schreiben, wie es ist eine Unit zu haben. Was ist eine Unit = Einheit? Alles ist einheitlich? Denke, Fühlen, Handeln? Nein, das sicher nicht. Eine funktionierende Einheit machen genau die unterschiedlichen Individuen aus. Deren Zusammenspiel. Und der gute Führer, der diesen Faden aufnehmen muss und daraus ein großes Flickwerk weben sollte, das dann auch noch funktionieren und am besten auch noch gut aussehen soll. Haltbar muss es auch sein und Widerstandsfähig. Und natürlich effizient. Das war das Geheimnis des Führens. Die Erfahrung, die daraus gewonnen habe. Diese Fernseh-Phantasiegeschichten erinnern mich daran. Es ist eben überzeichnetes TV-Gesülze, aber gerade das macht es ja zu dem, was es ist und betont das, was ich meine.

Jetzt frag ich mich aber, was macht eine „Unit“ dann aus? Wer kann sie bilden, wie kann man sie künstlich bilden oder wenigstens deren Entstehung unterstützen und wann ist es unmöglich eine zu formen? Wäre doch interessant und man könnte vieles effektiver machen.
Beispiel Frauen und Männer: (mal wieder)

Ich komme heim, hatte viel Stress und will eigentlich meine Ruhe. Treffe meinen besten Freund vor der Türe. Wir unterhalten uns (Frauen würden es Ratschen nennen, ich sage, wir unterhalten uns). Na gut, zum Abschalten geht mal ein Weizen runter. Der nächste Nachbar, auch kein übler kommt dazu. Zweites Weizen. (Keine Angst, wir sind keine Alkoholiker und das geht auch nicht immer so) Man redet weiter. Über dies und das und immer mal wieder Wichtiges mit Lustigem vermischt. So kommt man zu mehreren Ergebnissen … und Entspannung. Ein netter Abend, irgendwann zerstreut man sich.

Beim einen Kumpel wohnt noch seine Frau. Die unterhält sich nebenbei mit einer anderen Frau, auch Nachbarin. Es werden Probleme gewälzt. Das „Probleme“ habe ich jetzt der Fairness halber nicht in Anführungszeichen gesetzt. Es fließt die erste und die zweite Prosecco-Flasche. Dazu ne halbe Flasche Aperol. Am Ende zerstreut man sich noch später, ohne Ergebnis, mit gemeinsam verheulten Augen, einem riesen Grant im Hals und am nächsten Tag ner bösen Katze im Schädel.

–> Der Unterschied zwischen effektiver Unit und ineffektiver Unit im Alltag, oder?

Bleibt also die Frage, wie nutzen, wie beeinflussen und wie steuern, oder einfach mal nichts steuern und hoffen, dass man auf mehr effektive Units stößt, als auf ineffektive und „Good old Murphy“ dazu sein Gesetz schreiben lassen. Ungutes Gefühl. Fremdbestimmt. Keine Führerweisheit. Lieber die Erfahrung mitnehmen und mehr in die Hand nehmen.

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Die unendliche Geschichte Teil 5 von ?

Sa ,08/08/2009

Mal wieder eine Absage, bzw ein Desinteresse… Lest gerne weiter über meine unglaubliche Geschichte nach 13 Jahren SaZ:

http://www.cpthell.de/testseite/05-der-wehrbeauftragte-antwortet-erwartet-aber-enttauscht/

Langsam fühle ich mich wirklich verlassen und im Stich gelassen aber es geht auch mal aufwärts… hoffen wir es!

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Seitenblicke zum Feierlichen Gelöbnis in München 30.07.2009

Sa ,01/08/2009

Man muss vorausschicken, dass eigentlich alles gut geklappt hat. Der Einsatz war erfolgreich, das Ding hat stattgefunden und es wurde keiner verletzt. Eigentlich das wichtigste. Aber gehören Verletzungen des Nervenkostüms auch zur Kategorie „Verletzt“? Wenn ja, dann war das Ding doch nicht ganz so erfolgreich.

Aber von vorne: Schon vor vielen Wochen kam die erste Info rein, dass in München irgendwo ein Gelöbnis stattfinden solle. Cheffe und ich habe daraufhin erstmal vorsorglich Urlaubssperre angeordnet, weil der unterstellte Bereich nix schneller mitbekommt, als Gerüchte. Wir haben ja schon Erfahrung mit dieser Art Veranstaltung nach dem Riesenspektakel letztes Jahr in Nürnberg. Das lief eigentlich auch recht gut und in unserem Sinne. Mit der Stadt Nürnberg kann man sehr gut arbeiten. Konstruktiv arbeiten und an einem Strang ziehen. War zwar auch anstrengend damals, vor allem nachdem sich kurz vor Schluss dann die höheren Ebenen nun doch noch eingemischt haben und auch mitkamellen wollten, obwohl schon alles gegessen war, aber eben durch uns geführt und stringent geführt. Somit für alle Beteiligten ein Erfolg. Mit München sollte es anders werden.

Erst einmal ist gar nichts passiert. Bis auf die hochoffizielle Bataillonsweite Urlaubssperre für die ganze Woche. – Nicht kleckern – klotzen! Na ja wie sollten sie auch anders, ohne Planung. Wobei man ja sagenmuss, dass sie nur bedingt schuldig zu sprechen sind, wenn Sicherheitskonferenzen erst unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn einberufen werden. Na ja drei Tage vorher reicht ja dann auchbei nem 200 Mann Einsatz…

So kam es wie es kommen musste. Befehl für den Einsatz eine Woche vorher erstellt, völlig aus dem Blauen heraus. Warum auch nicht, man hat ja auch die Erfahrung und kann sich ausmalen, was da alles passieren kann, oder? Nur muss man sich eben auch darauf einstellen, dass Änderungen dann eben auch einen Tag vor dem Einsatz kommen können. Blöd, wenn eben der eine ABschnittsleiter nicht weiß, was der Nachbar so befiehlt. Kann er ja auch nicht, wenn einer aus Badenwürtenberg kommt und einer aus Nordbayern. Hatten wir in Nürnberg besser geregelt, indem die Abschnittsleiter aus einer Einheit waren und nur die Unterstützungskräfte unterstellt bekommen haben.

Nun gut, Bus angefordert, losmarschiert, ein wenig über den Phantasieanzug, der durch den großen Fürsten befohlen wurde gewundert und geärgert und dann waren wir auch schon in München, im Zentrum des Wahnsinns.

Ein Wort zum leidigen Thema Anzug: Ihr könnt Euch das vielleicht nicht vorstellen und es klingt auch so lächerlich, wie es ist, aber sogar in dem Bereich handelt es sich rein um Machtspielchen der vorgesetzten Ebenen. Feldjäger unterstehen außer in direkter Linie niemanden, außer der eigenen Truppe, was diversen Vorgesetzten sauber stinkt und natürlich zur Folge hat, dass man sich in absolut kindisches Kleinkariertentum verrennen muss. So können viele einfach nicht verstehen, dass wir unsere Einsatzgrundsätze festlegen und damit auch die notwendige Ausrüstung und sonst keiner. Das führt dann immerwieder zu Diskussion und bösen Überraschungen, wenn dann irgendwo in der eigenen Befehlskette einer einknickt. So auch hier passiert. Bestimmt gab es politisch und befehlstaktische Gründe dafür, dass Polizei und andere Unterstützung im leichten Turtleanzug auftraten und wir im leichten Diensthemd, ohne Schutz von Armen und Rest durch sinnvolle Materialien. Nur gut, dass wir die Rechtsgrundlage zum Eingriff durch die Stadt München entzogen bekommen haben und  quasi ohnehin nur als Statisten rumstanden. Wozu auch mehr. Lieber ein paar Hundertschaften aus Thüringen für zig-tausend Euronen rankarren, als die Kräfte nutzen, die vor Ort sind und mittels Hausrecht auch hätten eingesetzt werden können. Nicht so in der Insel der Glückseeligkeit, auch PP München und KVR München genannt. Na ja Geld regiert halt doch nicht die Welt, wenn genug da ist…

So kam es, dass knapp 300 Mann im hübschen, blauen Hemd da standen, neben 1500 Mann im zweckmäßiger Montur. Staat vs. Land. Veranstalter vs. Hausrechtsinhaber. Weitere Diskussion spare ich mir, um nicht polemisch zu werden.

Nächste Herausforderung: Anfahrt an den Veranstaltungsort. „Ortskundige Lotsung“ durch Münchner Feldjäger der fünf Busse im Konvoi. Über die Fahrstrecke zu streiten müsig. Alle Wege führen nach Rom. Aber auf jedenfall streitbar: Nichtnutzung von Kolonnenrechten. Wozu sitzt so ein blauer Bubble auf dem Dach, wenn man ihn nicht einschaltet. Einfach den geschlossenen Konvoi markiert, wären wir sicher als kleineres Verkehrshindernis durch den Stadtverkehr gekommen, als so, indem wir nach jedem Abbiegen und jeder Ampel wieder in Schrittgeschwindigkeit die Straßen blockiert hätten um die Fahrzeuge zusammen zu bekommen. Ingolstädter Straße Marienplatz in über 60 Minuten – Minusrekord.

Vor Ort dann aufgebaute Gitter vorgefunden, genervte Münchner (zu Recht) und totales Whooling. Unglaublich wie viele Menschen an einer Veranstaltung rumspringen, die angeblich was zu sagen haben. Gitter einen Meter nach links, Gitter einen Meter nach rechts. Kein Einsehen in Einsatztaktik, Hauptsache auch mal was gesagt. Na ja, ich will hier niemanden angreifen, würde das aber im Weiteren tun. Letztendlich waren dann doch alle zufrieden, wir weil es in unserem Sinne verlief, er, weil wir es ihm als seine Idee verkauft haben. Die Kunst der Diplomatie. (Ich weiß, dass jetzt mindestens eine meiner Leserinnen in lautes Lachen ausbricht, aber manchmal beherrsche ich sie schon, gell!)

EIn hübsches Bild, der Einmarsch der Rekruten. Junge Leuts, die stolz darauf sind, was sie un, stolze Eltern, die einen Blick auf den Sprössling erhaschen wollen und jedesmal das selbe Problem: zu wenig gute Zuschauerplätze für zu viel Öffentlichkeit und zu viele berechtigte Interessen von Angehörigen. Besonders hervorzuheben unter den Einheiten (nein, ich weiß nicht genau, wer alles zum Gelöbnis kam, wenn es jemanden interessiert, bekomme ich es aber raus) ein kleiner Haufen Luftlander. Drei oder vier Rotten. Man möchte meinen, sie sind untergegangen in den Riesenformationen der Sannis und der Loggis, sowie der OSLW (Offizierschule der Luftwaffe). Stolz sind sie einmarschiert und ebenso stolz haben sie nach dem Gelöbnis mit ihrem Schlachtruf gegen das Gebrüll der Gegendemonstranten angerufen. Respekt Jungs, Ihr seid ein besonderer Haufen!

So, alle drin, Gitter zu, damit die armen Geschäftsluete in der Weinstraße wenigstens ein bissl ein Geschäft an diesem sicher recht flauen Donnerstag machen konnten. DAS sind Interessen, die ich verstehe. Kunststück, wenn man als Geschäftsmann auf jeden Euro angewiesen ist und keiner in den Laden kommt, weil die Bw Gitter vor die Bude stellt. Auf jedenFall ein dickes Argument gegen Gelöbnisse an Plätzen wie diesem. Wir haben jedenfalls versucht den Damen und Herren so gut es eben ging entgegenzukommen.

Tja und dann nahm das Schicksal seinen Lauf würde ich sagen. Lautsprecher vom Rathaus, Richtung Rekruten ausgerichtet, Zuschauer aber Frontal mit dem Rathaus im Rücken vor der Formation. Nett anzusehen, aber von Anfang an, außer vielleicht auf der Ehrentribüne kein Wort der Reden verständlich. Das Recht der freien Meinungsäußerung wurde von der Gegenseite fleißig und lautstark in Gebrauch genommen. Vom ersten Wort an. Leute, meine Meinung dazu: Transparente OK. Diskussion, sachlich OK. Aber! Auch der Veranstalter, hier die Bw hat ein Recht darauf, seine Meinung zu äußern und seine Veranstaltung durchzuführen. Ihr würde das auch erwarten bei einer Veranstaltung Eurer Seite. Trillerpfeiefen und Buh-Rufe in einer Lautstärke, dass kein Wort der Gelöbnisformel oder der Reden verständlich war – no go! Meiner Meinung nach auch zu später Einsatz der zahlenmäßig stark vertretenen Polizei. Das hatten wir in Nürnberg besser geregelt, indem die Bw im Inneren das Hausrecht inne hatte und dieses auch nutzte. Frühere Platzverweise der ewig  Gestrigen wären hier angebracht gewesen. Sonst muss ich sagen, nette Ideen: Luftballons mit Peace Flagge stiegen über dem Marienplatz auf. Die üblichen „Gelöbnix-Flyer“. (Wie geht das eigentlich, dass man einzelne Stücke Papier so weit werfen kann, ohne dass diese einfach zu Boden flattern? Den Trick könnte ich auch gerne!!)

Die Rodinger hatten noch ein wenig Arbeit, da der ein oder Andere den Begriff „Absperrung“ so nicht ganz verstehen konnte und der Meinung war, auch er könne jetzt unter lautem Rufen über den Platz laufen.

Bilder dazu hier:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/973/482429/bilder/?img=8.0 (Bild 8 und folgende)

http://www.merkur-online.de/nachrichten/muenchen/rekruten-geloebnis-muenchner-marienplatz-fotostrecke-meta-425742.html (ab Bild 5)

Leute, wie gesagt: auch wir haben ein recht darauf, unsere Veranstaltung durchzuziehen. Na ja, die Störung hielt sich in Grenzen und die Jungs waren froh, wenigstens ein bisschen was zu tun zu haben. Ein paar neidische Blicke habe ich schon gesehen in den eigenen Reihen, als die USK´s seitlich des Kaufhofes dann gegen Ende doch zugegriffen haben. Ich glaube der ein oder andere wäre gerne in der anderen Uniform gestanden. – Verständlich.

Was mir einfach schwer fällt zu verstehen ist, wie renomierte Parteien, die hinter den Staatsorganen, also auch der Bw stehen sollten hier öffentlich protestieren können (Geht besonders an die Adresse der „Grünen Jugend“, von „Die Linke“ ist man es ja gewohnt). Leute wir vertreten EUCH und EUER Primat weltweit! Ein wenig Unterstützung im eigenen Land wäre schön. Ebensowenig leuchtet mir ein, wie VERDI es wagen kann, als Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes eine Veranstaltung der Bw mit Aufrufen zum Protest zu boykottieren. Hallo? Auch wir sind der öffentliche Dienst. Es wäre schön, wenn VERDI sich um die wahren Probleme im öffentlichen Dienst kümmern könnte und das in Griff kriegen würde. Irgendwo läuft hier was falsch.

Alles in allem zog sich die dreiviertel Stunde nicht schlecht. Eskalation, wie schon gehabt, seitens der Demonstranten dann bei der Gelöbnisformel. „Eh kloar!“ Wie der Österreicher sagen würde. Hmmm aber dann „Buh!“-Rufe bei der bayerischen und deutschen Nationalhymne? Leute! Es ist auch Euer Land! Wie kann man die eigenen Hymne ausbuhen? Geht´s noch?! Wem´s hier so schlecht gefällt, der möge bitte gehen. Wir sind ein freies Land, keiner ist gezwungen unsere Sozialleistungen zu beziehen und erst recht nicht, hier zu wohnen. Aber bitte!!! Keine Buh Rufe während der eigenen Hymne! Absolutes No-Go. Das hat nichts mit einer Veranstaltung zu tun, gegen die man negativ eingestellt ist, das hat was zu tun mit diesem bösen Wort NATIONALSTOLZ! Und vorsicht, liebe Kritiker: NATIONALSTOLZ buchstabiert man anders als Nationalsozialist oder gar Nazi! Da hat das eine nichts aber auch gar nichts mit dem anderen zu tun. Ich bin sicher kein Nazi und doch sehr stolz auf meine Nation! Und das sollten wir Deutsche alle sein. Da gehört es sich einfach nicht, die eigenen Hymne auszubuhen!

Einfach mal drüber nachdenken, was Ihr da gemacht habt. (Leider muss ich davon ausgehen, dass es mal wieder die Falschen lesen hier, aber auch Ihr könnt darüber nachdenken, mit was für Menschen es wir da zu tun hatten)

So, nachdem sich also ein General ein Denkmal in München setzen durfte, war es für uns wieder Zeit abzumarschieren. Ich spare es mir, hier aufzuzählen, was diese Aktion im Ansatz gekostet haben mag. Ich finde es richtig, dass die Bw mit ihren Gelöbnissen in die Öffentlichkeit geht, es bleibt aber diskussionswürdig, ob hier die Nachteile den Vorteilen nicht überlegen haben. Wir hatten das letztes Jahr in Nürnberg. Trotz allem, ich denke es gab genug Menschen, die unser Auftreten in der Öffentlichkeit zu würdigen wussten, auf jedenfall sind damit Schlagzeilen entstanden, der ein oder andere, der bisher kein Interessen in dieser Richtung hatte, denkt vielleicht ein wenig mehr darüber nach, was unsere Kameraden im Ausland leisten, warum wir das tun und ob nicht auch wir das Recht haben, stolz auf unsere Leistung zu sein. Nein noch besser: ÖFFENTLICH Stolz auf unsere Leistung zu sein. Auch wenn sich hier Einzelne profilieren wollten, den Effekt in die Öffentlichkeit zu kommen haben wir erreicht.

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Der Anfang – Überblick über das Projekt Buch

Mi ,29/07/2009

Der Anfang ist am schwersten. Wie bei jedem Artikel, jedem Blog, jedem Projekt. Erst einmal die Gedanken ordnen, langsam denken, den Fluß – neudeutsch Flow – schwellen lassen.

Was soll es werden? Ich hab ja schon eine ganze Weile darüber nachgedacht, dass ich unbedingt schreiben will. Am besten eine total abgefahrene Geschichte, eine Story mit viel Phantasie, spannend, fesselnd mit allem drum und dran, aber nicht total unwirklich. Wichtig war immer ein völlig überraschendes Ende für mich. Und komplexe Zusammenhänge. Tja, wie macht man das? Wie kommt man auf Ideen, auf Storys? Habe dafür bisher keine Lösung gefunden. Es ist schwer, ein erstes Buch, eine erste Shortstory, einen ersten Esey aus dem Nichts entstehen zu lassen. Warum also so weit greifen und nicht einfach erlebtes erzählen.

Ich war letztes Jahr lange, sehr lange in Afghanistan. Mit den deutschen Truppen. Was hält mich davon ab, davon zu erzählen. Ich habe in letzter Zeit oft mitbekommen, dass sich die Menschen dafür interessieren. Meine erste Vermutung war, dass es da schon zu viel in dieser Richtung gibt. Ist es gar nicht. Aber Informationsbedürfnis ist wohl daoch da. Das merkt man im Gespräch. Geschichten aus dem Einsatzalltag, spannend erzählt. Könnte doch ankommen, oder? Sicher, sicher, alles geht nicht zu erzählen. Ich bin immerhin zur Verschwiegenheit verpflichtet, aber ich denke, das ein oder andere verfälscht, keine konkreten Namen, keine genauen Datumangaben und ausserdem ist das Ganze ja nun doch schon eine Weile her. Aber nichts desto trotz aktuell.

Wir haben eine neue Eskalationsstufe im Afghanistaneinsatz erreicht. Wir setzen schwere Waffen ein. Konkrete Ziele, aufgefrischte Rechtsgrundlage, stringenteres Durchsetzen des Auftrages. Klingt alles recht gut. Interessiert im Moment sehr und wird es weiterhin. Solange der Einsatz andauaert wird es so schnell keinen Rückschritt in dieser Eskalationsebene mehr geben können. Das ist meine Meinung und ich bin mir fast sicher, dass sie sich bestätigen wird.

Aber auch in der Vergangenheit, in meinem EInsatzkontingent ist viel passiert. Viele DInge, die so offiziell natürlich nie passiert sind – ist auch klar, aber trotzdem noch genug, was mich heute noch nachdenklich stimmt. Probleme, die teilweise bereits gelöst wurden, aber auch Dinge, die nach wie vor seltsam ablaufen.

Was soll es werden? Ein Einblick, der möglichst ehrlich und vollständig MEINE Sicht der Dinge, als deutscher Offizier der Feldjägertruppe darstellt. Ich werde dazu einiges meiner nisher, auch im Netz, wohl gehüteten Privatsphäre aufgeben müssen. Ich hoffe, mir damit nicht in das eigene Fleisch zu schneiden, aber es wird nicht meine Absicht sein, abzurechnen. Einfach eine mit meiner Ansicht gefärbte Darstellung konkret erlebter Einsatzszenarien. Kein reiner Erlebnisbericht, möglichst spannend und mit Herz erzählt. Wenig Fotos, viele Eindrücke, keine realen Namen, aber reale Erlebnisse und reale Orte, mit allen damit verbundenen Eindrücken.

Ich hoffe schon jetzt, auf diesen Blog hin Reaktionen zu bekommen. Leute, schreibt mir, was Ihr von der Idee haltet! Kritisiert die Auszüge / Entwürfe meiner Kaptiel, die ich unter dieser Kategorie posten werde. Ich weiß noch nicht, wie schnell das mit dem Schreiben gehen wird. Ich hoffe Euch nicht zu enttäuschen, hoffe aber auch, selber nicht enttäuscht zu werden vom Web 2.0. Feedback ist gefragt! Mund-zu-Mund-Propaganda und bitte!!!! sachliche und möglichst konstruktive Kritik.

Ich zähle auf Euch und auf mich!

Lasst mich das Projekt beginnen!

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Die unendliche Geschichte – Teil 3

Mi ,29/07/2009

Die Bewerbung bei der Polizei geht in die nächste Runde. Eine verlorene Schlacht ist ja noch kein verlorener Krieg. Ich bin zwar langsam müde, aber noch gebe ich den Kampf gegen die Windmühlen nicht auf. Ich werde heute den Wehrbeauftragten des deutschen Bundestages einschalten. Wäre selber nicht auf die Idee gekommen, aber der Bundeswehrverband hält das für einen Geistesblitz. Na ja… zu verlieren habe ich ja nichts. Also dann mal frisch an´s Werk. Weitere Antworten werde ich hier, nach Möglichkeit veröffentlichen, falls es jemand interessiert, wie man in Deutschland mit ausscheidenden Offizieren umgeht. 🙁

Link zur Seite: http://www.cpthell.de/?page_id=76

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Neue Seite online

Di ,21/07/2009

So, nun habe ich es gewagt und den Bereich über meine Bewerbung in den ersten Grundzügen online gestellt. Viel Spaß beim Lesen und Wundern unter seitenweise Seitenblicke die ersten Seiten über die Bewerbung

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