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Maulwurf und Froschn

Di ,06/10/2009

Lang lebe der Maulwurf

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Seitenblick zur Völkerverständigung. Das Bayern-Klischee

Mi ,26/08/2009

Fundstück aus dem Netz: Klischee zum Totlachen, vielleicht alter Käse aber gut:

Urlaub in Bayern

Letztes Jahr im Sommer waren wir in Urlaub in Bayern. Meine große Schwester Jessica, meine Eltern und unser Hund Burgsnüller. Ich war auch dabei und ich heiße Torsten und bin sieben. Meine Eltern waren schon öfter in Bayern, aber für mich war es der erste Urlaub im Ausland, weil ich bisher nur in Bibione war. Bayern wäre eigentlich sehr schön, aber man sieht es kaum, weil  überall Berge davorstehen und es verdecken.

Sehr cool sind manche Häuser. Sie sind tätowiert, zum Beispiel mit einem Hirsch, einem Berg oder einem Baum. Aber weil die Bayern das Wort „Tatoo“ noch nicht kennen, sagen sie „Lüftelmalerei“ dazu.

Die Bayern sind lustige Menschen und lachen viel mehr wie die Leute bei uns zu Hause. Sie mögen uns sehr, denn wenn sie uns sehen, lachen sie noch mehr. Viele heißen Sepp, die meisten jedoch „Hä“. Das lustige in Bayern ist die Sprache. Manche können deutsch, aber nicht alle. Der Ort wo wir in einer Pension gewohnt haben, war da. Wo Bayern „Oberpfalz“ heißt und da ist die Sprache echt krass. Als wir einmal gewandert sind, sind wir an einem Bauernhof vorbeigekommen und davor saß ein alter Mann auf einer Bank, aß ein Stück Torte und trank dazu eine Flasche Bier. Mein Vater sagte zu ihm, dass das Wetter schön sei und der Mann meinte: „Loumameirouh!“.

Das heißt wahrscheinlich „Guten Tag!“. Ich wollte es gleich ausprobieren, ob ich die Sprache auch kann und sagte zu dem Mann: „Loumameirouh!“. Er blickte aber sehr böse und sagte zu mir: „Saubougejbloßzou!“. Da sagten wir lieber nichts mehr und gingen weiter, weil wir ihn nicht reizen wollten. Der Mann stand dann auf und stöhnte: „Ohboudescheißschouh“. Das heißt wahrscheinlich „Tschüss!“ oder so.

Gut gefallen haben mir in Bayern die Feste. Irgendwo ist immer eines. Da sitzen die Bayern und trinken Bier aus gläsernen Eimern, die sie „Maß“ nennen. Die Frauen haben kleinere Eimerchen, die heißen „Halbe“. Normale Gläser gibt es nur für Kinder oder ganz alte Frauen. Wir waren auch auf einem Fest und es war sehr schön. Ich habe Pommes mit Ketchup gegessen, meine Schwester Jessica nichts, wegen der Kalorien und meine Mutter ein halbes Hähnchen, namens „Hendl“. Der Papa hat weiße Spiralen gegessen, die „Radi“ hießen und dazu einen Eimer Bier. Er sagte, das Radi rumort ganz doll in seinem Bauch und als er rülpste, fiel meine Mutter beinahe das Hähnchen hinunter.

Wenn die Bayern einige Eimer getrunken haben, schlafen sie ein oder reden in einer Geheimsprache, die man nicht versteht. Es sind nur sehr kurze Wörter und mit diesen reizen sie sich gegenseitig, bis sie raufen.

Auf dem Fest, bei dem wir waren, konnte man das sehr schön beobachten. An unserem Nachbartisch im Bierzelt saßen einige Bayern mit ihren Eimern. Zuerst lachten sie und guckten zu uns herüber. Einer von ihnen konnte sogar italienisch, denn er sagte zu meiner Schwester immer „Dipackiano!“. Sie verstand ihn aber nicht, weil sie kein italienisch spricht. Plötzlich kam ein anderer Bayer am Nachbartisch vorbei und schon spielten sie das lustige Spiel. „Erst reden, dann raufen“ Einer von denen, die am Tisch saßen, sagte zu dem der vorbei ging: „Hä!“ Darauf der andere: „Wos, hä?!“ worauf der erste ziemlich böse meinte: „Hä, gell, hä!“ Das hätte er vermutlich nicht sagen sollen, denn der Vorbeigehende sagte nur mehr: „Pass bloß aaf, hä!“ und schon rauften sie. Obwohl es zuerst ziemlich lustig war, gingen wir, denn meine Mutter mag keine Gewalt.

Etwas anderes ist mir noch aufgefallen in Bayern. Bayern reden nicht so gerne wie wir. Manche sind stumm. Dies kann man am Besten in einem Wirtshaus sehen. Eines Abends ging mein Vater und ich in dieses Dorfwirtshaus und wir bestellten Bratwürste mit Kraut, die sehr lecker schmeckten. Es waren außer uns nur noch zwei Einheimische da. Diese saßen am Stammtisch, tranken Bier und schwiegen. Mein Vater freundlich zu ihnen: „Die Bratwürste schmecken hier hervorragend, meine Herren!“ Sie aber schwiegen weiter. Sie sagten zu meinem Vater nichts, zu mir nichts und auch zu sich nichts. Wenn sie nicht ab und zu vom Bier getrunken hätten, hätte man meinen können, sie seien tot.

Plötzlich nach ungefähr einer Stunde tat sich etwas. Einer von beiden seufzte: „jamei!“ und wir dachten jetzt beginnt ein Gespräch. Doch der andere sagte nur „owa echt“ und das war es dann.

Mein Vater machte noch einen Versuch und rief hinüber: „Es gefällt uns sehr gut hier in Bayern. Wir waren auch schon auf dem Feuerwehrfest. Da gab´s eine zünftige Rauferei. Haha! Waren Sie auch schon auf dem Fest, meine Herren?“ Da sagte der eine Bayer zu dem anderen: „Eam schau o“ Dann war es wieder ruhig. Dies war meinem Vater dann doch unheimlich und wir verlie0en den stillen Ort. Beim Hinausgehen sagte Papa noch zu den Männern: „Gute Nacht meine Herren, ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!“ Sie wünschten uns nichts.

Aber die Bayern sind nicht immer so mürrisch. Zum Beispiel sind sie richtig lustig, wenn sie sich gegenseitig beleidigen. Das gefällt ihnen scheinbar sehr. Als mein Vater und ich einmal in unserem Urlaubsort in die Metzgerei gingen, kam ein Bayer herein und sagte zu dem Metzger: „Servus Hans, Du oida Hunzkrippi!“ Da lachte der Metzger und sagte: „Habe die Ehre Sepp, Du Berner, du greislicher!“ Sepp, der Berner, freute sich sehr über die nette Begrüßung. Als noch ein weiterer Bayer herein kam, wurde die Stimmung immer besser. Er begrüßte die anderen beiden mit einem herzlichen: „Ja do schau her! Da Sepp und da Hanse! Grias Eich, ehs Schlawiner, es elendigen!“ Auch Hans, der Hunzkrippi und Sepp, der Berner, begrüßten den Neuankömmling und riefen: „Ja griaß de Franz, oida Suffbeidl, g´stingada!“

Franz Suffbeutel war total begeistert und lachte über das ganze Gesicht. Dann sagte Sepp, der Berner, zu Hans dem Metzger, bzw. Hunzkrippi: „Hä Hans, gib ma amol drei Boor vo de greislichen Pfälzer, du Leidbscheißer, du windiger!“ Metzger Hans meinte dazu: „Fia Dein Saumogn taugts allaweil no, du gschwollkpfada Bauernfünfa, du staubiga Billdogmißhandla, dau grausamer!“

Es gibt scheinbar nichts schöneres für Bayern, als beleidigt zu werden, denn sowohl Hans, der Leutebescheißer, als auch Sepp, der Berner und Bauernfünfer und Franz Suffbeutel waren in super Stimmung und lachten herzhaft.

Mein vater meinte zu mir: „Pass auf, Torsten, jetzt machen wir auch mit bei dem Spaß!“ Dann sagte er zum Metzger: „Geben Sie mir bitte hundert Gramm von Ihrer verfaulten Salami, Sie Vollidiot!“

Plötzlich lachte keiner mehr und alle sahen meinen Vater an. Sogar die alte Frau, die im Laden war. Der Metzger sagte mit finsterem Gesicht: „Schaug bloß, dass´d weida kimmst, Du Preissnschädel, Du gfotzada!“

Das habe ich zwar nicht genau verstanden, aber es hörte sich nicht gut an. Wir verließen ohne Wurst die Metzgerei. Wahrscheinlich ist „Vollidiot“ eine Beleidigung, die die Bayern nicht kennen und deshalb freuen sie sich nicht.

Sonst war es in Bayern sehr schön. Besonders das Eis und die Pommes. Ich habe mich sehr gefreut, denn ich durfte abends immer mit vier Jungs aus dem Dorf Fußball spielen. Die bayerischen Jungs sind echt nett. Sie ließen mich sogar den Ball holen, wenn er in den Nachbarsgarten geflogen war und sagten, das sei eine große Ehre für mich. Als ich den Ball wieder herausgeholt hatte, sagten sie, dass es nicht nur eine große Ehre, sondern auch großes Glück für mich war, da der Kampfhund scheinbar heute nicht zu Hause war. Das ist doch voll lustig, oder?

Ich habe mir extra die Namen der Jungs notiert, damit ich ihnen nach dem Urlaub schreiben kann.   Sie heißen Ülcgür, Ferdl, Erdal-Alois und Kilian.

So, das war´s.

Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub in Bayern, weil Bayern voll cool ist. Vorher kaufe ich mir noch ein Wörterbuch.

Das würd ich mal als Klischee pur abheften. Ich frag mich nur noch immer: Sind jetzt wir Bayern die Dummen oder der Preiss, der einfach nicht versteht, wie das Leben hier tickt 😉 Ja mei… s´moi gei, so oda so.


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